Stromspartipps
Auf dieser Seite haben wir in Kurzform einige Stromspartipps zusammengestellt. Einige der Tipps betreffen Verhaltensweisen im Umgang mit Stromgeräten, andere betreffen den Einsatz moderner, effizienter Technologie. In der Regel haben die Tipps keinen Komfortverlust zu Folge. Es ist aber klar, dass nicht jeder Tipp für jeden gleich praktikabel ist. Haben Sie z.B. erst eine neue Waschmaschine gekauft, so werden Sie sicherlich derzeit nicht ernsthaft über die Anschaffung eines effizienteren Geräts nachdenken. Wir haben darauf verzichtet, zu klassifizieren, welche Maßnahme wieviel Stromeinsparung bringt und unter welchen Umständen sie sich wirtschaftlich rechnet, da die Voraussetzungen oft zu unterschiedlich sind. Deshalb sollen die Tipps nur Anregungen geben, Sie entscheiden, was für Sie in Frage kommt.
Weitere Quellen für Energiespartipps:
1. Wöchentlicher Energiespartipp des Bund der Energieverbraucher per E-Mail-Newsletter. Zur Registrierung: hier.
2. ausführliche Broschüre des Bunds der Energieverbraucher und der EWS Schönau als PDF- Dokument.
3. ausführliche Broschüre Strom effizient nutzen des hessischen Wirtschaftsministeriums mit guter Schritt-für-Schritt-Anleitung für eine systematische Analyse und Optimierung des eigenen Stromverbrauchs.
4. wer es etwas komprimierter liebt, findet hier die Tipps einer Initiative der deutschen Energieagentur in Zusammenarbeit mit einigen Stromversorgern.

Gas statt Strom
Strom ist eigentlich gänzlich ungeeignet zur Wärmeerzeugung. Berücksichtigt man Wirkungsgrade von ca. 40 Prozent in konventionellen Kraftwerken und 5 Prozent Transportverluste, dann kommen nur 35 Prozent der eingesetzten Primärenergie als Strom bei Ihnen zuhause an. Besser als diesen Strom zuhause wieder in Wärme umzuwandeln, ist, das Gas direkt zur Wärmeerzeugung zu verwenden. Planen Sie also eine Heizungs-, Bad- oder Küchensanierung, dann lohnt es sich, über einen Umstieg auf Gas nachzudenken.

Effiziente Geräte
Geräte sind in die Energieefizienzklassen A bis G eingeteilt und müssen entsprechend gekennzeichnet werden. Die Einteilung der Klassen hält allerdings nicht Schritt mit der technischen Entwicklung. Ein Klasse A Gerät ist daher heute längst nicht mehr notwendigerweise auf dem Stand der Technik. Vergleichen Sie genau, schauen Sie unter www. spargeraete.de nach wirklich sparsamen Geräten.

Kühlen und Gefrieren
Haben Sie einen Gefrierschrank oder eine Gefriertruhe, so muss Ihr nächster Kühlschrank kein Gefrierfach haben, und Sie können ein deutlich sparsameres Gerät bekommen.
Passen Sie das Volumen an Ihren tatsächlichen Bedarf an. Als Faustregel dienen 50 Liter Nutzinhalt pro Person. Für die zwei jährlichen Gartenparties können Sie ja den alten Kühlschrank im Keller stehen lassen - aber ausschalten nicht vergessen.
Stellen Sie den Kühlschrank nicht direkt neben den Herd, halten Sie an der Rückseite etwas Abstand zur Wand. 7° C Kühlschranktemperatur sind ausreichend. Stellen Sie keine warmen Speisen in den Kühlschrank. Machen Sie schnell die Tür wieder zu.
Gefriertruhen sind meist effizienter als Gefrierschränke. Ein Standort im kühlen Keller spart Strom gegenüber einem Standort in der warmen Küche. Schnelles Vereisen deutet auf undichte Türen hin: Dichtheit überprüfen!
Bei Neuanschaffung: vergleichen Sie die Effizienz der angebotenen Geräte.

Kochen
Wenn möglich: Gas- statt Elektroherd, das spart ca. 50 Prozent Energie.
Insbesondere bei langkochenden Gerichten: die Verwendung eines Schnellkochtopfs spart nicht nur Zeit, sondern auch Energie. Und darüber hinaus bleiben auch Vitamine besser erhalten.
Erhitzen Sie die geringstmögliche Wassermenge und verwenden Sie den kleinstmöglichen Topf. Die Bodenfläche des Topfs sollte so groß sein wie die Herdplatte. Der Deckel auf dem Topf hält die Wärme im Topf!
Verwenden Sie die höchste Stufe nur zum Ankochen, zum Weitergaren rechtzeitig herunterschalten.
Wenn nur Wasser erhitzt werden soll: verwenden Sie einen Wasserkocher oder Tauchsieder anstatt des Kessels auf dem Herd!
Gleiches gilt für das Kaffeekochen: die Kaffeemaschine ist hier dem Kessel auf dem Herd klar überlegen.

Backen
Heizen Sie nur vor, wenn das - z.B. bei empfindlichen Teigen - notwendig ist. Verzichten Sie auf das Nachgucken unter Öffnung des Ofens. Schalten Sie den Ofen bereits vor Ende der Backzeit aus und nutzen Sie die Nachwärme. Verwenden Sie zum Aufbacken kleiner Mengen besser den Toaster.

Spülen
Wählen Sie bei der Spülmaschine das angemessene Programm und die angemessene Temperatur. Vorspülen ist nur bei stark verschmutztem Geschirr notwendig. Füllen Sie die Spülmaschine immer gut, sammeln Sie gegebenenfalls Geschirr. Schließen Sie die Spülmaschine an einen Solar- oder Gas- betriebenen Warmwasseranschluss an, wenn ein solcher verfügbar ist und der Anschluss vom Hersteller nicht ausgeschlossen wird.
Bei Neuanschaffung: vergleichen Sie die Effizienz der angebotenen Geräte.

Waschen
Füllen Sie die Waschmaschine immer ganz auf. Sortieren Sie nach Gewebeart und Verschmutzungsgrad. Bei weniger starken Verschmutzungen können Sie so z.B. auf den Vorwaschgang verzichten. Wählen Sie die richtige Temperatur: 90° sind nur selten nötig.
Wenn ein Warmwasseranschluss vorhanden ist: prüfen Sie, ob über ein Vorschaltgerät der Anschluss an die Warmwasserleitung möglich ist. Das lohnt sich insbesondere, wenn das Warmwasser solar erzeugt wird, aber üblicherweise auch bei Erhitzung mit Gas oder Öl.
Bei Neuanschaffung: vergleichen Sie die Effizienz der angebotenen Geräte.

Trocknen
Wirklich sparsame Geräte gibt es auf dem Markt nicht, die meisten sind in Effizienzklasse C eingeordnet. Auch Abluft- und Kondensationstrockner unterscheiden sich nicht wesentlich in ihrem Stromverbrauch.
Daher: wenn möglich auf den Trockner verzichten und auf die Wäscheleine ausweichen.
Wenn der Trockner unverzichtbar ist: Wäsche vorher gut schleudern, Trockner gut füllen.

Leerlaufverluste
Zwei Atomkraftwerke wären in Deutschland überflüssig, wenn alle Leerlaufverluste vermieden würden.
Prüfen Sie den Verbrauch von Stereoanlage, Fernseher, Satellitenanlage, PC & co im scheinbar ausgeschaltenen Zustand mit einem Strommessgerät. Schon ein Stand-Bye Verbrauch von nur 5 Watt summiert sich im Jahr auf ca. 45 kWh. Achten Sie beim Neukauf von Geräten auf die Leerlaufverluste. Bei vorhandenen Geräten können Sie einfach eine schaltbare Steckdosenleiste zwischenschalten.

Beleuchtung
Moderne Energiesparlampen verbrauchen bei vergleichbarer Lichtausbeute ungefähr ein Fünftel des Stroms einer herkömmlichen Glühlampe. Eine 60 W Glühlampe können Sie z.B. durch eine 11 W Energiesparlampe ersetzen.
Setzen Sie Energiesparlampen dort ein, wo das Licht lang eingeschaltet ist. Modernen Energiesparlampen mit integriertem, elektronischem Vorschaltgerät schadet aber auch häufiges Ein- und Ausschalten nicht mehr. Allerdings sollten zwischen Ein- und Ausschalten zwei Minuten liegen.
Lassen Sie Licht nur brennen, wo es tatsächlich benötigt wird. Abschaltautomatiken oder Bewegungsmelder können z.B. im Flur dabei unterstützen.