Naturschutz: Wenn wir die Natur schützen, schützt sie uns
Die Flutmulde an der Nidder, die Renaturierung des Erlenbachs in Büdesheim, eine vereinzelte
Benjes-Hecke: Es hat sich auch im Naturschutz etwas bewegt in den vergangenen fünf Jahren.
Doch der Erhalt und die Ausweitung der Streuobstwiesen, die Gestaltung der landwirtschaftlich
genutzten Flächen, die Renaturierung von Fließgewässern und die Vergrößerung der
Überschwemmungsgebiete an der Nidder müssen weiter vorangetrieben werden. Unverändert
verfolgen wir unser Ziel, 10% der Fläche der Gemeinde Schöneck unter Naturschutz zu stellen.
Bündnis 90 / Die Grünen fordern:
- Ausweis der Nidderauen als Naturschutzgebiet: Damit die natürlichen
Überschwemmungsgebiete der Nidder wieder hergestellt werden, damit sich Storch, Biber
und Eisvogel wieder bei uns ansiedeln. Auf ausgewiesenen Wegen haben die Bürger Zutritt
zu einer faszinierenden Auenlandschaft. Und das Beste: die Maßnahme kostet nichts,
weil die Fläche weitestgehend sich selbst überlassen wird und nicht gepflegt wird.
- Feldrandhecken und Streuobstwiesen: Wir wollen die Felder auf Schönecker Gemarkung
aufwerten. Optisch und ökologisch. Es können vernetzte Biotope und ein attraktives
Naherholungsgebiet für Spaziergänger und Radfahrer entstehen. Die bestehende
Landwirtschaft wird dabei kaum beeinträchtigt. Die zusätzlich entstehenden
Versickerungsflächen helfen, den immer häufiger auftretenden Starkregenereignissen die
Stirn zu bieten. Die Hecken wirken zudem als „Schlammbremsen“. So schützen wir nicht
nur die Natur, sondern die Natur schützt auch uns vor Überschwemmungen und
erheblichen Folgekosten.
- Renaturierung Schönecker Fließgewässer: Neben der Nidder wollen wir weiteren
Gewässern wie dem Bettenburger Bach wieder mehr Raum geben, um den Wasserabfluss
zu bremsen und für Flora und Fauna den benötigten Lebensraum zu schaffen.
- Verzicht auf Laubsauggebläse durch den Bauhof: Aus ökologischer Sicht sind
Laubsauggebläse abzulehnen, da bei diesen das Laub ganz entfernt wird, was für eine
Vielzahl von Kleinstlebewesen den Verlust von Lebensraum bedeutet und den Boden für
Austrocknung und Frost freilegt. Auch wird ihm die natürliche Düngung vorenthalten.
Zudem können damit auch viele Kleintiere bis hin zur Größe von Igeln aufgesaugt und
vernichtet werden. Die Geräte machen viel Lärm und geben einen großen Teil ihres
Kraftstoffs unverbrannt in die Umwelt ab. Die Schadstoffe schaden nicht nur dem Arbeiter
hinter dem Gerät selbst, sondern wirken sich auch auf Passanten sowie Flora, Fauna,
Bodenleben und –struktur aus. Nebenbei vernichten die Laubsauger Arbeitsplätze.