Kultur: Für eine lebendige Gemeinde
Schöneck profitiert von den Kulturangeboten der Metropole Frankfurt: Oper, Schauspiel, Kleinkunst, dies alles und noch mehr finden wir ganz in der Nähe unserer Gemeinde. Hier ist wichtig, die Region so zu vernetzen, dass es attraktiv ist diese Angebote auch wahrzunehmen. Da z.B. mit dem Kauf einer Opernkarte auch automatisch ein RMV-Ticket erworben wird, ist es unserer Ansicht nach wichtig, dass die Rückfahrt von Frankfurt mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis in die späten Abendstunden gewährleistet ist. Wir werden uns dafür einsetzen, dass das Zugangebot in den späten Abendstunden durch ein Nachtbusangebot oder ein Anrufsammeltaxi ergänzt wird.
Darüber hinaus bietet die Gemeinde aber auch vor Ort ein abwechslungsreiches Angebot an Veranstaltungen mit teilweise auch überregional bekannten Künstlern vom Kabarett hin bis zum Kindertheater, vom Büdesheimer Schlosskonzert bis zum Band-Contest, von der Vernissage in der Kunstscheune bis zur Lesung des Vereins Leselust. Wichtig ist uns, dass die Kosten der Veranstaltungen weitgehend durch Eintrittsgelder gedeckt sind, um die Gemeindekasse nicht zu belasten.
Finanztechnisch sinnvoll ist in jedem Fall  eine Kooperation wie sie mit der Nachbargemeinde Nidderau seit vielen Jahren  stattfindet. Diverse Kulturveranstaltungen werden gemeinsam durchgeführt, was erhebliche  Synergieeffekte mit sich bringt. Kooperationen auf Veranstaltungsebene sollten unbedingt ausgebaut werden, gemeinsame Veranstaltungen auch mit der Nachbargemeinde Niederdorfelden liegen aufgrund der räumlichen Nähe auf der Hand.
Eine der wichtigsten Institutionen für Kultur und Bildung in Schöneck ist die Musikschule Schöneck – Nidderau - Niederdorfelden, die eines der größten Kooperationsprojekte Schönecks mit den Nachbargemeinden darstellt.
Die Musikschule, mit derzeit rund 2.000 Schülern, ist eine Einrichtung, die zwar auch Begabtenförderung betreibt, die sich aber in erster Linie für kulturelle, musikalische Breitenarbeit einsetzt. Sie sollte nach unserer Vorstellung  zusätzlich zur bisherigen Grundförderung auch Zuschüsse erhalten, wenn sie Kindern aus sozial schwachen Familien Unterrichtsangebote macht. Wir halten es für wichtig, dass Kinder aus Familien mit geringem Einkommen zu den Angeboten der Musikschule hingeführt werden (z.B. durch musikalische Früherziehung, Schnupperkurse u.ä.) und dass sie die Chance haben auch weiterführenden Unterricht zu erhalten.
Musikalische Bildung ist kulturelle Bildung. Sie fördert emotionale Intelligenz und wirkt darüber sozial integrierend und gewaltpräventiv. Die Förderung der Musikschule ist eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft und wird auf lange Sicht Kosten im sozialen Bereich einsparen.
Fördern kann man die Musikschule und die kulturelle Arbeit in  Schöneck insgesamt nicht nur durch finanzielle Mittel sondern auch durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten. Es werden Probe- und Unterrichtsräume benötigt, schön wäre eine kleine Kulturhalle. Zwar lässt die finanzielle Situation der Gemeinde zur Zeit keinerlei Spielraum für den Bau einer solchen, aber mittel – bis langfristig könnten aufgrund von Synergieeffekten durch Zusammenlegungen/Kooperationen von Bauhöfen, Feuerwehren  u.ä. mit Nachbargemeinden durchaus entsprechende Gebäude in Schöneck frei werden.
Kultur in Schöneck, das ist neben der Musik auch die bildende Kunst. Wir Grüne werden uns dafür einsetzen, dass einmal im Jahr ein „TAG DES OFFENEN ATELIERS“ stattfindet. An diesem Tag sollen Plätze und Räume für junge und alte Kreative zur Verfügung gestellt werden, an denen sie ihre Werke von der Malerei über Musik jeder Stilrichtung bis zum Sprayen präsentieren. Insgesamt könnte diese Veranstaltung eine Plattform für Kleinkunst sein, wo Mensch und Bühne zusammengebracht werden, auf der kreative Bürger sich mit Musik, Tanz und bildender Kunst präsentieren.
Wir Grüne - für eine kulturell lebendige Gemeinde.