Kinder und Jugendliche: Gleiche Chancen für alle
Aus Gründen der Schuldenbegrenzung haben wir Schönecker Grüne in der vergangenen
Legislaturperiode auf den – von uns politisch gewollten und im Koalitionsvertrag mit der SPD
vereinbarten - zentralen Jugendtreff verzichtet.
Diese – der finanziellen Realität der Gemeinde geschuldete – Entscheidung bedeutet aber nicht,
dass wir das Projekt aufgegeben haben. Wir erachten es nach wie vor als sinnvoll und möchten es
umsetzen, sobald die Haushaltslage dies zulässt.
Jugendarbeit in einer Gemeinde hat die Aufgabe, Kindern und Jugendlichen sinnvolle Freizeit- und
Beratungsangebote zu machen, sie ist eine Alternative zu gewinnorientierten, kommerziellen
Angeboten.
Der Schwerpunkt der Angebote des Fachbereiches Jugend der Gemeinde Schöneck richtet sich
bisher an Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 12 Jahren. Für Kinder in diesem Altersbereich
werben auch zahlreiche Vereine und konfessionelle Einrichtungen.
Für ältere Jugendliche im Alter zwischen 16 und 19 Jahren wird kaum etwas getan. Für diese
Altersgruppe findet lediglich das jährlich wiederkehrende Eventangebot auf der Skater-Anlage an
der Uferstraße breiten Zuspruch. Für den Rest des Jahres findet man diese Zielgruppe an
Waldrändern, Kinderspielplätzen und Bahnstationen. Zudem liegen die weiterführenden Schulen für
Schönecker Schülerinnen und Schüler weit verstreut in Nidderau, Hanau, Bad Vilbel und Maintal.
Gerade für sie sollte dringend ein niedrigschwelliges Angebot mit Freizeit- und
Beratungsmöglichkeiten geschaffen werden. Das gilt besonders für Kinder und Jugendliche, die
durch Vereine und konfessionelle Einrichtungen nicht erreicht werden.
Mit einem zentralen Jugendtreff für alle Schönecker Ortsteile zeigen wir Grünen, dass wir bereit
sind, den Schönecker Jugendlichen eine Heimat zu bieten. Hier sollen Anregungen und Impulse
gegeben werden, Persönlichkeit zu entwickeln, neue Erfahrungen zu machen und gemeinsam mit
Anderen soziales Verhalten einzuüben. Ein Jugendzentrum bietet auch die Möglichkeit, ein
Sprachrohr in kommunale Entscheidungsgremien hinein zu sein. Es ist auch Anlaufstation für
Hilfesuchende bei familiären, beruflichen und sozialen Fragen. Es bietet Kultur, Bildung, Bewegung
und Beratung.
Deswegen setzen wir Schönecker Grüne uns für die Einrichtung eines Jugendtreffs an zentraler
Stelle in Nähe der Skateranlage an der Uferstraße ein. Es schließt die Lücke in unserer
kommunalen Infrastruktur, denn offene Jugendarbeit wirkt nachhaltig und vorbeugend.
Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder verbessern
Auf Landesebene besteht von uns Grünen die Forderung nach Ganztagsschulen. Dies ist der
Tatsache geschuldet, dass insbesondere Kinder, die von ihren Familien nur wenig schulische
Unterstützung und kaum Angebote im Freizeitbereich bekommen, die gleichen Chancen haben
sollen wie die Kinder des Bildungsbürgertums. Alle Kinder sollten die Möglichkeit einer
Ganztagsbetreuung in Anspruch nehmen können.
Die Ganztagsbetreuung der Grundschüler erfolgt in Schöneck derzeit durch Horte in kommunaler,
kirchlicher und privater Trägerschaft (Elterninitiativen). Diese Angebote werden von der Gemeinde
finanziell unterstützt, gehören aber nicht zu deren originären Aufgaben. Sie werden vermehrt
nachgefragt, und reichen daher bei weitem nicht aus.
In einer offenen Ganztagsschule können Schüler die pädagogischen Angebote in der Schule auf
freiwilliger Basis wahrnehmen und bis in den Nachmittag betreut werden.
Wir Schönecker Grüne fordern: „Weg vom Hort und hin zur Ganztagsschule!“
Kindergarten- und Hortgebühren gerechter erheben
Die enormen Ausgaben für Krabbelstube, Kindergärten und Hortangebote sind notwendig und
sollen in allen Ortsteilen eine kommunale Infrastruktur bieten, die es arbeitenden Eltern erlaubt,
morgens ohne Sorge zur Arbeit zu fahren. Wir gehen davon aus, dass berufstätige, gutverdienende
Eltern bereit sind, für eine gute Betreuung ihrer Kinder auch einen angemessenen, ggf. höheren
Betrag zu zahlen.
Allerdings sehen wir in der Gebührenstruktur eine Ungerechtigkeit gegenüber Geringverdienern. Wir
setzen uns deshalb für einkommensabhängige Betreuungsgebühren ein, d.h. diese sollen für Eltern
mit geringem Einkommen auf Antrag reduziert werden können.